Bau einer Guitarlele: #1 Einleitung

Mit diesem Bericht starte ich hier eine lange Serie von Beiträgen, die den Bau einer Guitarlele beschreiben. Genau genommen baue ich gleich 2 Guitarlelen, die Schritte sind aber trotz unterschiedlicher Hölzer die gleichen.

Eine Guitarlele ist, wie der Name bereits vermuten lässt, eine Mischung aus Gitarre und Ukulele. Sie hat genauso wie das große Vorbild 6 Saiten, ist jedoch um einiges kleiner. Durch die kürzere Mensur und der daraus resultierenden geringeren Saitenspannung ist sie aber um 4 Halbtöne höher gestimmt, also auf A. Dadurch ergibt sich ein Ähnlicher Klang wie der einer Ukulele, nur dass man sich eben als Gitarrist aufgrund der 6 Saiten keine anderen Griffe aneignen muss :)

So, jetzt aber zu den Fakten: Die Mensur beträgt 435 mm, das Griffbrett wird am Sattel 48 mm breit. Die Kopfplatte wird wie bei einer klassischen Gitarre geschlitzt, jedoch habe ich versucht mein eigenes Design unterzubringen. Im Groben sind die Instrumente aus folgenden Hölzern zusammengestellt:

Nummer 1:

  • Decke aus Zeder
  • Seiten und Boden aus ostindischem Palisander
  • Hals aus Cedro
  • Griffbrett und Brücke aus Zirikote
  • Beleistung aus Fichte
  • Randeinlagen aus Riegelahorn
  • Kopfplattenfurnier aus einem Teil des Bodens, also Palisander

Nummer 2:

  • Decke aus Zeder
  • Seiten und Boden aus amerikanischer Nuss
  • Hals aus Mahagoni
  • Griffbrett und Brücke aus Zirikote
  • Beleistung aus Fichte
  • Randeinlagen aus Palisander
  • Kopfplattenfurnier aus einem Teil des Bodens, also Nuss

Mechaniken verwende ich von Grover. Sättel und Stegeinlagen werde ich aus Knochen fertigen.

Beim Bau richte ich mich nach dem Buch „Guitarmaking – Tradition and Technology“.

Und so sieht der erste Designentwurf aus:

Bau einer Guitarlele: #1 Einleitung

 

Das wären also die Eckdaten zu meinem Vorhaben. Als nächstes werde ich mit dem Bau der Hälse beginnen. Dazu aber mehr im nächsten Beitrag.

Stay tuned, Rudie

 

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