Review: Juuma No 4 Putzhobel

Review: Juuma No 4 Putzhobel

 

Eines der ersten Werkzeuge welches ich mir für den Gitarrenbau zugelegt habe: Ein Handhobel. Ich arbeite viel und sehr gerne mit diesen Werkzeugen, da man damit einerseits schnell Material abtragen, aber auch ganz präzise gerade Flächen erzeugen kann.

Ich besitze bereits einige Hobel. Nur einer hat mir noch gefehlt: Ein Nummer 4 Putzhobel. Die Nummer bezeichnet die Länge des Hobels – je höher die Nummer desto länger der Hobel. Den neu erstandenen Hobel habe ich genauer unter die Lupe genommen und meine Eindrücke in diesem Beitrag zusammengefasst.

 

Juuma No 4 Putzhobel

Review: Juuma No 4 Putzhobel

Ich habe den Hobel bei feinewerkzeuge.de um € 119,- gekauft. Generell kann ich diese Seite nur empfehlen! Nach dem Auspacken macht sich sofort das doch recht hohe Gewicht von 2,2 kg des Werkzeuges bemerkbar, was ich als nicht störend empfinde. Die Sohle ist 250 mm lang und 62 mm breit, das Eisen selbst hat eine Breite von 50,8 mm. Wie ihr sehen könnt ist die Verpackung auf jeden Fall ausreichend.

Review: Juuma No 4 Putzhobel

Optisch finde ich den Hobel sehr gelungen. Die Griffe sind aus Bubinga und seidenmatt lackiert, weshalb sie sehr angenehm in der Hand liegen. Wie schon gesagt hat der Hobel ein beachtliches Gewicht (im Vergleich zu meinen günstigeren Hobeln). Die Hobelsohle sowie die Seiten sind spiegelglatt poliert.

Review: Juuma No 4 Putzhobel

Der Frosch, die Einstellmechanik und die Verschlusskappe sind aus Messing. Alle Teile sind mit einem klebrigen Öl eingestrichen. Dies lässt sich aber sehr leicht entfernen. Alle Teile sind sehr sauber gefertigt und die Einstellmechanik arbeitet ohne großes Spiel.

Review: Juuma No 4 Putzhobel

Das Hobeleisen ist 3,2 mm dick, was schon sehr stattlich ist. Der Winkel der Schneide beträgt 25°, was zusammen mit dem Winkel der Auflage einen Schnittwinkel von 45° ergibt. Auch der Spanbrecher ist 3 mm dick, wirkt robust und liegt wie es sein soll auf der Spiegelseite des Eisens spaltfrei auf.

Review: Juuma No 4 Putzhobel

Die Hobelsohle ist perfekt gerade! Bei günstigeren Modellen musste ich diese fast immer noch etwas abrichten.

Review: Juuma No 4 Putzhobel

Auch den Winkel zu den Seiten habe ich kontrolliert. Dies ist besonders wichtig wenn man den Hobel in einer Stoßlade verwenden will. Leider sind diese bei mir nicht zu 100% im rechten Winkel zur Sohle. Auf dem Foto wirkt es schlimmer als es wirklich ist, weil ich für das Foto Winkel und Hobel mit einer Hand gehalten habe :)

Review: Juuma No 4 Putzhobel

Ich habe den Hobel wieder zusammengebaut und ein Reststück Holz eingespannt. Das Hobelmesser ist im Neuzustand zwar geschliffen, jedoch nicht sehr scharf. Da man seine Eisen aber sowieso immer wieder nachschärfen muss, finde ich das nicht wirklich relevant.

Review: Juuma No 4 Putzhobel

Beim Schärfen des Eisens bemerkt man gleich wie hart dieses ist. Das ist fürs Schärfen vielleicht etwas mühseliger, dafür hält die Schneide natürlich auch länger ;) Mit dem frisch geschärften Eisen macht der Hobel dann was er soll. Man kann hauchdünne Späne abnehmen, der Hobel pfeift richtig! Die Seitenverstellung für das Eisen ist etwas schwer gängig, dafür sehr genau.

Alles in allem kann ich diesen Hobel nur empfehlen. Der Unterschied zu nicht viel günstigeren Hobeln (z.B. Einsteigermodelle von Stanley) ist schon deutlich bemerkbar. Hier nochmal meine persönlichen Eindrücke in der Zusammenfassung:

 

Pluspunkte
  • Sehr saubere Verarbeitung aller Teile
  • Haptik der Griffe
  • Planheit der Sohle
  • Dicke und Härte des Eisens
  • Spanbrecher sehr stabil
  • Verstellmechanismus arbeitet fast spielfrei
  • Optik
  • Preis/Leistungsverhältnis
Minuspunkte
  • Seiten nicht zu 100% im rechten Winkel zur Sohle

 

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