Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

 

Vor dem Aufleimen den Bodens muss dieser ausgeschnitten, auf die richtige Stärke gehobelt und beleistet werden. Außerdem bekommt der Boden in der Mitte einen Zierstreifen. Die Leisten sind wie schon bei der Decke aus Fichte. Um die Fügenaht in der Mitte der beiden Platten zu verstärken, leime ich aus Resten der Decke einen Mittelstreifen auf den Boden.

Boden beleisten

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Die Platte hoble ich auf eine Stärke von 2 mm und glätte alles mit einer Ziehklinge. Danach zeichne ich mir die Mitte der Platte und den Umriss der Guitarlele mittels Schablone an. Links auf dem Foto sieht man den Ziestreifen der aus einem Stück Ahorn + Zierspänen besteht. Die Gesamtbreite des Streifens zeichne ich ebenfalls an.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Mit einem Skalpell und Lineal schneide ich den Graben vor. Das Material in der Mitte trage ich mit einem sogenannten Grundhobel ab. Das Ganze kann man auch mit einer Fräse machen, aber wie schon oft erwähnt mag ich Handwerkzeuge lieber :) Die Nut darf am Ende nicht tiefer als 2/3 der Plattenstärke werden, bei mir also so um die 1,3 mm. Danach lege ich den Zierstreifen ein und passe die Breite wenn nötig an. Wenn alles passt kann der Zierstreifen eingeleimt werden.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Nachdem der Leim getrocknet ist nehme ich das überstehende Material mit einem scharfen Hobel ab. Die letzten Zehntel trag ich dann mit der Ziehklinge ab, damit ich nicht in den schon fertig gehobelten Boden schneide und im schlimmsten Fall etwas ausreiße.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

So sieht der fertige Ziehstreifen aus. Die Ränder der Gitarre werden später bei dieser Guitarlele ebenfalls aus Ahorn mit schwarz/weiß/schwarzem Zierstreifen.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Die Böden werden mittels Laubsäge grob ausgeschnitten. Ich lasse ca. 5 mm Abstand zur angezeichneten Linie.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Hier nochmal beide fertig ausgeschnittene Böden. Die Gitarre aus Nuss hat einen Zierstreifen aus Palisander bekommen.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Aus Resten der Decke schneide ich 2 Streifen, deren Faserverlauf quer zur Länge ist. Damit kann man die Mittelnaht am Besten vor Rissen schützen.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Die Leisten werden auf der Innenseite angezeichnet Außerdem zeichne ich die spätere Position von Hals- und Endklotz an. An diesen Stellen beginnt und endet die Mittelnahtverstärkung.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Zuerst wird die Mittelnahtverstärkung angeleimt. Ich leime alles im gleichen Wölbungsstock an, mit dem ich vorher die Zargen geschliffen. Somit hat der Boden später die selbe Wölbung wie die Zargen, also 15″.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

An den Stellen, an denen die Leisten die Mittelnaht queren, muss die Verstärkung wieder abgetragen werden. Die Leisten sollten ohne Spiel in die Ausnehmung passen.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Die Leisten werden ebenfalls im Wölbungsstock geschliffen. Die so gerundeten Leisten biegen den Boden auf genau den richtigen Radius.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Sind alle Leisten fertig geschliffen, können sie im Wölbungsstock angeleimt werden.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Nachdem der Leim getrocknet ist, schnitze ich die Leisten wie schon bei der Decke spitz zulaufend zu. Wie man sieht habe ich die Leisten für den Anfang noch länger gelassen.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Die Enden der Leisten laufen zum Rand hin auf 4 mm aus. Mit der Säge schneide ich die Leisten dann bis zur angezeichneten Kontur hin ab.

Bau einer Guitarlele: #15 Boden beleisten

Und so schaut der fertig beleisteste Boden aus. Ich habe die Leisten noch mit Schleifpapier sauber geschliffen, denn die sieht man ja später durch das Schallloch.

Als nächstes wird der Boden aufgeleimt und somit die Guitarlele geschlossen. Aber bis dahin wie immer

Stay tuned, Rudie

 

No Comments

Post A Comment